Zertifikat in Skandinavien einkaufen, als Ökostrom in Deutschland ausweisen: Die Methode ist simpel und wird von Energiekonzernen gerne praktiziert. Um auf der „grünen Welle“ mitschwimmen zu können, verpassen viele Anbieter ihren Produkten sogenannte RECS-Ökostrom-Zertifikate, um aus Atomkraftwerken bezogener Strom unter dem Siegel des „Ökostroms“ verkaufen zu können.
Wie die „Süddeutsche Zeitung“ auf ihrem Onlineportal unter Berufung auf eine neue Greenpeace-Studie belegt, sei diese Vorgehensweise noch immer gang und gäbe. Greenpeace-Energieexperte Andrée Böhling bezeichnet die faulen Tricks der Anbieter als „Greenwashing“ und rät Verbrauchern dazu, gerade bei Stromversorgern, die ohne Aufpreis und über Nacht „Ökostrom“ anbieten, besonders eindringlich nach der Herkunft des Stromes zu fragen.
Um mehr Transparenz im undurchsichtigen Ökostrommarkt zu schaffen, soll zukünftig ein einheitliches Label helfen.