Erneute Ohrfeige für Deutschlands Stromgiganten: Das Engagement sei unzureichend, die Stromtarife massiv zu hoch, bemängeln Bundesbürger. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid, die im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace durchgeführt wurde, präsentiert den Stromkonzernen RWE, E.on, Vattenfall und EnBW vernichtende Ergebnisse: 69 Prozent bezeichnen die Investitionen der Versorger in Erneuerbare Enerigen als „nicht ausreichend“, ganze 85 Prozent stufen die Strompreise als „zu hoch“ ein.
Ein deutliches Zeichen, findet Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace: „Die Deutschen haben es satt, überzogene Strompreise für dreckigen Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zu zahlen.“
Obwohl Stromkonzerne öffentlich häufig ihr Interesse für Ökostrom bekunden, scheint davon intern wenig übrig zu bleiben: Laut einem Bericht von „Wir Klimaretter“ macht die Förderung von Alternativen Energien maximal 15 Prozent der gesamten Investitionen aus. Eine enttäuschende Zahl, der die Bundesregierung, die im europäischen Öko-Vergleich eine Führungsrolle einnimmt, mit Vehemenz begegnen soll, fordert Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation will, dass die Politik entschieden gegen die Vormachtstellung der Konzerne vorgeht und sie zur Umsetzung der Klimaschutzziele zwingt.