Am Montag und Dienstag trafen in Paris Vertreter von 16 Industrie- und Schwellenländer ein, um gemeinsam das weitere Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel zu besprechen. Hohe Erwartungen wurden an die zweitägige Konferenz geknüpft – und es blieb bei den Erwartungen: Die Teilnehmer-Staaten, die sich für 80 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich zeichnen, schienen keine neuen Ansätze parat zu haben, wie der drohenden Umweltkatastrophe wirksam begegnet werden könnte.
Wie die Schweizer „Sonntags Zeitung“ berichtet, forcierte China seine Bestrebungen, die USA zu stärkeren CO2-Reduktionsmaßnahmen zu verpflichten. Das von Barack Obama regierte Land solle seine Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent senken, forderte die Volksrepublik. US-Verhandlungsführer Todd Stern konterte und erklärte: „Wir werden so hoch springen, wie es uns das politische System erlaubt.“
Auch Sigmar Gabriel meldete sich zu Wort: Deutschlands Umweltminister zielte mit seiner Kritik auf die aufstrebenden Schwellenländer, die nicht bereit seien, „verpflichtende Minderungsbeiträge zu bringen.“ Daher forderte er laut Schweizer Sonntagspresse die Industrieländer zum Handeln auf, um „Länder wie China und Indien unter Zugzwang zu bringen“.