Wind- und Sonnenenergie gehören zu den sogenannten erneuerbaren Energien. Den Namen tragen diese Energiearten, da sie ohne das Zutun des Menschen zur dauerhaften Verfügung stehen und auch -zumindest in denkbarer Zukunft – nicht erschöpft werden können. Denn der klimatische und meteorologische Kreislauf mit der Umschichtung von Luftschichten lässt immer wieder Winde entstehen und die Sonne ist gleichzeitig Motor dieser Prozesse, wie auch selbst Licht- und Wärmequelle, deren Energie es aufzufangen und speichern gilt.
Technik der Zukunft für die Zukunft
Die Technik dafür hat im letzten Jahrzehnt große Fortschritte gemacht. Inzwischen sind Windräder schon kaum noch aus dem Landschaftsbild wegzudenken. Auch Solarenergieanlagen sind keine Exoten mehr. Durch aktive Subventionierung von Solaranlagen für Privathaushalte, sieht man auf zahlreichen Dächern von Eigenheimen nun auch schon seit ein bis zwei Jahren die glänzenden Heimkraftwerke.
Zu diesen staatlichen Unterstützungen und finanziellen Anreizen zum Bau von Solaranlagen gehört auch die staatliche garantierte Einspeisevergütung. Dadurch bekommen die Betreiber sozusagen Abnahmegarantien für den erzeugten Strom, selbst dann, wenn er im Netz gar nicht zu gebrauchen ist und auch keine Möglichkeit besteht, ihn zu speichern.
Erstmal wird es teurer
Ironischerweise ist dadurch eher ein Anstieg des Strompreises zu erwarten, als eine Senkung durch das höhere Energieangebot. Denn die Kosten für die Einspeisevergütung wird pauschal auf den Strompreis pro Kilowattstunde umgeschlagen. Die Subventionen haben zu mehr privaten Energiegewinnungsanlagen geführt als die Regierung sich hätte träumen lassen.
So bleibt es nicht aus, dass manchmal sogenannte Spannungsspitzen dem Stromnetz überlastungsbedingte Probleme bereiten. Windkraftanlagen müssen dann abgeschaltet und Solaranlagen vorübergehend vom Netz genommen werden. Denn das Netz ist für solch hohe Kapazitäten nicht ausgelegt, die Speicherung von überschüssigen Einspeisungen kaum möglich.
Die erneuerbaren Energien und ihre Nutzung werden also zunächst mal weitere Kosten verursachen - für den Verbraucher genauso wie für den Betreiber und den Bund. Bleibt zu hoffen, dass sich das letztlich bezahlt macht, aber angesichts der schwindenden Reserven fossiler Brennstoffe, ist das wohl schon heute eine sich selbst beantwortende Frage.