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Ist Billigstrom wirklich billig?

Um dieses Mal die Antwort vorwegzunehmen: Im Prinzip ja, aber ….! Zunächst ist Billigstrom zu definieren, denn das Wort kann zu zwei Richtungen hin verstanden werden. Es kann sich dabei um billigen Strom handeln, also um Strom, der preisgünstig gekauft wird. Und es kann Strom sein, der deswegen billig ist, weil seine Erzeugung preiswerter ist als bei der Konkurrenz. Dann muss der Kaufpreis nicht zwangsläufig auch billig sein.

Strom wird sowohl in Deutschland als auch im Ausland erzeugt. Es gibt verschiedene Arten von Strom, zum Beispiel den Strom aus Kraftwerken, oder den Strom, der aus Erneuerbarer Energie wie Sonne oder Wind erzeugt wird. Bei den Kraftwerken wird wiederum in diejenigen unterschieden, die mit friedlicher Atomenergie arbeiten, oder beispielsweise in Kohlekraftwerke.

Für den Verbraucher ist der Strom dann am billigsten, wenn er nur das an Leistung kauft, was er auch benötigt. Das bedeutet auch eine möglichst kurze Vertragsbindung, um auf neue und aktuell bessere Angebote möglichst schnell reagieren, also den Anbieter wechseln zu können. Dazu gehört ferner, möglichst wenig eigenes Geld durch Voraus- oder durch Abschlagszahlungen zu investieren. Billigstrom, für den eine zwölfmonatige Abschlagszahlung im Voraus zu leisten ist, muss unterm Strich kein billiger, also preiswerter Strom bleiben. Das Geld ist nicht auf dem eigenen, sondern auf dem Konto des Stromanbieters und bringt dort Zinsen. Er, nicht der Verbraucher arbeitet mit dessen Geld.

Auch Billigstromanbieter sind kommerzielle Unternehmen. Sie müssen Umsatz und Gewinn machen, so wie alle Konkurrenten auch. Und sie tun es auch! Der Vergleich von Stromtarifen, so wie er von Onlineportalen im Internet angeboten wird, kann auch als ein Kontrollieren der Tarifangebote aller Stromanbieter gesehen werden. Der Vergleich zeigt, wo welcher Energieversorger für den individuellen Bedarf besonders günstig ist, und wo nicht. Es kommt auf die Gesamtbetrachtung an, zu der natürlich in erster Linie der Arbeitspreis, also der Preis je Kilowattstunde, kurz KW/h gehört. Aber auch Details wie Vertragsdauer, Kündigungsmöglichkeiten, Festpreise für allgemeine Kosten sowie Umfang und Höhe von Abschlags- und Vorauszahlungen zählen dazu.

Jeder Stromanbieter lockt den Kunden, aber keiner verschenkt etwas; auch nicht die Billigstromanbieter. Sie stehen ihrerseits oftmals unter einem größeren Erfolgs- und Gewinndruck als ihre größeren Mitbewerber!

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