Bislang konnte das produzierende Gewerbe in Bezug auf seine Energie- und Stromsteuer gewisse Steuervorteile genießen, die 2013 jedoch gestrichen werden sollen – es sei denn, die betreffenden Unternehmen können funktionierende Energiemanagementsysteme vorweisen.
Um den steigenden Kosten gerecht zu werden und sich der Konkurrenz gegenüber zu behaupten, können Gewerbetreibende ein Energiemanagement Seminar besuchen, in dem sie erfahren werden, wie sie dieses effektiv und sicher aufbauen können. Wie man bereits im Vorfeld die Energiekosten im Büro senken und die jährlichen Mehrkosten senken kann, erfahren Sie im Folgenden.
Den Stromfressern auf der Spur
- Tipp 1: In einem Büro kommen jeden Tag verschiedene Elektrogeräte wie Computer, Faxgeräte, Drucker, Kopierer und Scanner zum Einsatz, die einen Großteil der Stromkosten verursachen – sowohl durch ihre Anzahl als auch ihre Qualität. Deshalb sollte man die Geräte auf ihre Redundanz untersuchen und statt vielen Einzelnen beispielsweise nur einen Netzwerkdrucker für mehrere Kollegen installieren.
- Tipp 2: Heutzutage gibt es moderne Geräte, die mehrere Funktionen (u.a. faxen, drucken, scannen und kopieren) auf einmal übernehmen können. In der Anschaffung etwas teurer zahlen sich die Multifunktionsgeräte dennoch aus, weil sie beispielsweise Leerlaufverluste mindern, Platz sparen und die Stromkosten langfristig senken.
- Tipp 3: Wer hingegen keinen Wert auf hohe Qualität legt und lieber zu billigen Elektrogeräten greift, sollte im Vorfeld bedenken, dass die Folgekosten für beispielsweise Druckerpatronen oder einen ineffizienten Stand-by-Modus wesentlich höher ausfallen können, als bei den teuren Geräten. Darüber hinaus verbrauchen die qualitativ schlechteren Geräte in der Regel auch mehr Strom.
- Tipp 4: Früher musste der Bildschirmmodus auf dem Computer automatisch aktiviert werden, wenn er länger nicht benutzt wurde, um Strom zu sparen. Heutzutage benötigen die meisten modernen Monitore die stromverbrauchende Funktion nicht mehr – stattdessen sollte man den stromsparenden Stand-by-Modus in der Energieverwaltung aktivieren.
- Tipp 5: Viele Geräte werden nach Feierabend nicht komplett ausgeschaltet, sondern laufen im energiesparenden Stand-by-Modus weiter – und verbrauchen Strom. Um Computer, Faxgeräte, Drucker, Kopierer und Scanner komplett vom Stromnetz zu trennen, sollten Kippschalter eingesetzt werden. Diese werden über Nacht ausgeschaltet, sodass keine Energie mehr unnötig verschwendet wird.
- Tipp 6: In vielen Unternehmen sind die Büros noch mit alten Lampen ausgestattet, die sehr viel Strom verbrauchen. Um die Kosten langfristig zu senken, sollte in ein modernes Beleuchtungssystem investiert werden, das mit zusätzlichen Energiesparlampen binnen kürzester Zeit die Stromkosten senken wird. Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Lampen und ihre Gehäuse regelmäßig gereinigt werden – andernfalls läuft man Gefahr, wieder mehr Energie zu verschwenden.