Wo bekommt man umfassende Informationen zum Thema Strom und Strom sparen?
Eine Umfrage der dena (Deutsche Energie Agentur) hat kürzlich ergeben, dass sich die meisten Bundesbürger zwar für Strom und Stromversorgung interessieren, sich aber nur mittelmäßig bis schlecht informiert fühlen. Über 50 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht umfassend informiert zu fühlen. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich zum Thema Energie, Umweltschutz und Stromsparen zu informieren. Einige Möglichkeiten sollen hier vorgestellt werden.
Informationsquellen
Die erste Möglichkeit ist, sich nach Initiativen oder Vereinen umzuschauen, die einem entweder mit Prospekten und Informationsmaterial weiterhelfen können, oder tatsächlich mit Rat und Tat bei eigenen Projekten zur Seite stehen. Die wohl bekannteste Initiative zum Thema Energie und Stromsparen ist die „Initiative EnergieEffizienz“, die von der dena ins Leben gerufen wurde. Zusätzliche Betreiber der Initiative im Hintergrund sind EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall Europe. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, einen effizienten und umweltbewussten Umgang mit Energie zu fördern, und setzt sich deshalb verstärkt für das Thema Stromsparen ein.
Der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.), mit Sitz in Frankfurt am Main, hat auch eine Initiative zum Thema Energie ins Leben gerufen, und zwar „Energie-Effizienz ist unsere Sache“, die dafür einsteht, energieeffiziente Produkte, die das in Industrie und Gewerbe vorhandene rund 40 Milliarden kWh große Einsparpotential erschließen sollen, schnell und effizient auf den Markt zu bringen.
Eine weitere große Organisation ist die „Power Switch!-Initiative“ des WWF Deutschland, die es sich zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahre 2050 eine CO2-freie Stromversorgung in Deutschland zu ermöglichen. Dazu gehört nicht nur die Förderung regenerativer Energien, sondern auch ein umweltbewusster Umgang mit Strom. Die Initiative „Energy Switch“mit Sitz in Dortmund, die vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk ins Leben gerufen wurde, teilt im Grunde dieselben Ziele, will aber zusätzlich die Bürger dazu bewegen, zu einem reinen Ökostromanbieter zu wechseln. Außerdem bietet die Kampagne Unterstützung bei Vereinsarbeit oder Initiativen an, die sich international engagieren möchten. Außerdem gibt es beispielsweise auch den Verein „Eltern für atomfreie Zukunft e.V.“, der sich ausdrücklich für eine ökologische Stromerzeugung einsetzt.
Zusätzlich zu den eben genannten gibt es unzählige Ortsvereine und regionsspezifische Organisationen, bei denen man sich Informationen sowie Beratung besorgen kann. Beispielhaft seien an dieser Stelle noch die Initiative „Energieeffizienz in Wohngebäuden (BEEN)“ genannt, die sich im Auftrag der Europäischen Union im Ostseeraum engagiert, die Initiative „Rhein-Rhur gibt Gas“, die sich auf Betreiben des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie (MWME) für mehr Erdgasfahrzeuge einsetzt, sowie die lokale „Energie-Initiative Kirchberg e.V.“ im Raum Hohenlohe und der „Klimatisch Duisburg e.V.“.
Eine andere Möglichkeit, sich umfassend und fundiert zum Thema Stromsparen zu informieren, sind Magazine und Internetportale. Hier kann man sich je nach gewähltem Medium zu Hause unverbindlich einlesen, und sich das heraussuchen, was einen am meisten interessiert. Ein einschlägiges Magazin zu den vielfältigen Themen Energie, Ökologie, Wirtschaft und Medizin ist die unabhängige „Raum & Zeit“, die sowohl im Internet vertreten ist, als auch als Printmedium lieferbar ist. Ein reines Online Magazin ist das „Energiewende.com“, welches tagesaktuell zu den Themen Energie sparen, erneuerbare Energien und Energieffizienz informiert. Dort kann man sich je nach Themenschwerpunkt einen regelmäßigen Newsletter bestellen. Ganz viele Tipps und Tricks rund um das Thema Strom sparen findet man auch auf dem Internetportal „Steckdose.de“.
Themenspezifisch ausgelegt sind die Magazine „Der Solarserver“ und „Photon“, die beide hauptsächlich über die Fortschritte und Förderung von Solarenergien berichten. Eine weitere informative Seite ist die Homepage von dem bekannten Journalisten Franz Alt, namens „Sonnenseite“, wo er es sich zur Aufgabe gemacht hat, über alle Themen, die mit alternativen Energien, Energiesparen, Klimawandel, Klimapolitik, und ähnlichen Bereichen zusammenhängen, zu informieren und zu diskutieren. Nicht zuletzt gibt es das „UmweltMagazin“ des Springer VDI Verlags, mithilfe dessen man sich sowohl online, als auch in gedruckter Form, über ökologische Themen und ihre wirtschaftliche Machbarkeit informieren kann. Natürlich sind die hier genannten Magazine nur eine willkürliche Auswahl. Wenn man sich wirklich interessiert und etwas ändern möchte, dann wird man schnell fündig. Sei es im Internet oder in der näheren Umgebung, man muss einfach nur ein bißchen die Augen offenhalten und offen für Neues sein, dann werden zukünftig auch die Mehrheit aller Bundesbürger angeben, gut informiert zu sein.
