Strom sparen
Viele deutsche Bürger leiden unter dem hohen Niveau der Strompreise. Aufgrund der Marktsituation haben einige große Anbieter eine starke Marktmacht, was zu künstlich in die Höhe getriebenen Preisen führt. Auch wenn Politiker und Verbraucherschützer gegen diese Preispolitik wettern, bis jetzt hat sich die Lage noch nicht entspannt.
Doch die Verbraucher haben eine doppelte Chance. Sie können einerseits die Anbieter mit der größten Marktmacht unter Druck setzen, indem sie zu günstigeren Anbietern wechseln. So müssen auch die großen Versorger langfristig die Preise wieder senken, wenn sie am Markt bestehen wollen.
Die andere Möglichkeit der Preisfalle zu entkommen, ist die Strom zu sparen. Und das hilft nicht nur dem eigenen Portemonnaie, sondern auch der Umwelt.
Welche Möglichkeiten gibt es Strom zu sparen?
Strom kann man in beinahe allen Bereichen des tägliche Lebens einsparen. Besonders wirksam ist es natürlich dort zu sparen, wo auch der Verbrauch hoch ist.
Beim Kochen und Backen gibt es vielerlei Tricks, den Verbrauch zu senken. Grundsätzlich sollte die Größe des Topfs oder der Pfanne mit der Größe der Kochplatte übereinstimmen. Außerdem sollte möglichst immer ein Deckel genutzt werden, so kann etwa ein Drittel der Energie eingespart werden.
Beim Kochen, wie beim Backen kann außerdem die Restwärme genutzt werden. Die Vorwärmzeit des Backofens ist außerdem meistens überflüssig, besser ist es die Nachwärme zu nutzen.
Besonders viel Energie kann auch beim Licht eingespart werden. Natürlich sollte Licht nur in Räumen brennen, in denen man sich aufhält. Auch der Austausch von herkömmlichen Glühbirnen gegen Energiesparlampen ist sehr sinnvoll. Die Energiesparlampen sind zwar etwas teurer, doch sie halten auch deutlich länger und man spart durch den vier- bis fünfmal geringeren Stromverbrauch.
Auf das Heizen kann vor allem im Winter nicht verzichtet werden, doch sollte man wissen, dass jeder Grad weniger, sieben Prozent eingesparte Energie bedeutet. Die Fenster sollten gut isoliert sein und etwa zweimal am Tag zum Stoßlüften geöffnet werden. Fenster in einer Dauerkippstellung lassen zwar viel Wärme entweichen, bringen aber nur wenig Frischluft.
Beim Waschen sollte man immer nur volle Maschinen anstellen. Außerdem kann durch eine niedrigere Temperatur Strom gespart werden. Zum Trocknen der Wäsche nutzt man anstatt eines Trockners besser einen Wäscheständer.
Zu guter Letzt kann auch der Bereich des Kühlens und Gefrierens optimiert werden. Besonders wichtig sind hier die richtigen Temperaturen. Der Kühlschrank sollte fünf bis sieben Grad haben, die Tiefkühltruhe etwa -18 Grad. Die Ordnung innerhalb der Geräte sollte immer vorhanden sein, um die Türen nur kurzzeitig öffnen zu müssen. Auch gute Dichtungen und ein kühler Standort sind wichtige Faktoren für einen effizienten Stromverbrauch.
Strom sparen ist nicht schwer. Durch einfache Handgriffe wird Energie und Geld gespart und die Umwelt profitiert ebenfalls. Das sollten genug gute Gründe sein, um einmal den eigenen Haushalt auf die Energieeffizienz zu überprüfen.
