Stromanbieter
In Deutschland ist der Strommarkt seit dem 29. April 1998 zu 100% liberalisiert. Die Versorgungsunternehmen waren bis zu diesem Datum mehrheitlich im Eigentum von Kommunen, Gemeinden, Städten. Es existierte jeweils nur 1 Stromanbieter. Konzessionsverträge sicherten die Exklusivität garantierten aber auch die Wegerechte für die Verlegung von Stromleitungen an öffentlichen Strassen. Die Stromanbieter mussten sich darüber hinaus gegenseitig verpflichten, keine Kunden im Gebiet des anderen Stromanbieters zu beliefern.
Bis 1998 bestand in Deutschland die so genannte dreistufige Versorgungsstruktur:
- 8 überregionale Verbundunternehmen, die 82 Prozent des Stroms erzeugten
- ca. 80 regionale Versorgungsunternehmen (7 Prozent der Stromerzeugung)
- ca. 900 kommunale Versorgungsunternehmen (11 Prozent der Stromerzeugung)
Die bekannten Größen Preussen - Elektra und die Bayernwerke schlossen sich zur E.ON zusammen. RWE fusionierte mit VEW. Bewag, HEW, Laubag und VEAG wurden Vattenfall Europe. Man kann davon ausgehen, dass die größten Konzerne E.ON und RWE noch immer ca. 2/3 des gesamten Marktes beherrschen. Mit Vattenfall und ENBW sind rund 90% des Marktanteiles in den Händen der mächtigsten Konzerne und die Preispolitik sorgt dafür, dass die Energiepreise seit einigen Jahren kontinuierlich steigen.